Die Weine des Luberon

Was wäre die Provence und damit auch der Luberon ohne Wein! Denkt man an Provence, dann kommt einem sofort der Cotes de Provence als Rosé in den Sinne. Lange Jahre wurde die Region was den Wein angeht nicht erst genommen. Selbst heute sind sich Kenner noch im Klaren darüber, wie man mit den Weinen der Provence umgehen soll. Das gilt auch für die Weine aus dem Luberon. Das zeigt schon, was der „Kleine Johnson“ in den letzten Jahren über den „Cotes du Luberon“ schreibt. So z.B. in der Ausgabe 2015.

„Bei Touristen und Neureichen beliebter hügeliger Anbaubereich im Anschluss an die südliche Rhone. Brauchbares, aber nicht überragendes Terroir, zu viele technische, seelenlose Weine. Hauttraube der SYRAH; viele Möchtegerneerzeuger.“

Das liest sich niederschmetternd. Ganz sicher gibt es viele Winzer, die diesem Urteil ganz sicher gerecht werden.
Es gibt aber auch Winzer, die es in den letzten Jahres in die TOP-Klasse der Winzer geschafft haben und das nicht erst, seit ihr Chateau als Filmkulisse gedient hat.

Wenn mann von den Weinen des Luberon redet, muss man eigentlich 3 Anbaugebiete nennen. Da gibt des die Weine des Luberon die auf der Südseite des Luberon wachsen. Dann die Weine des Luberon, die auf der Nordseite des Gebirgszuges wachsen. Zu guter Letzt zählen die Weine, die nördlich des Calavonflusses (eher ein Bach) wachsen und geografisch zum Anbaugebiet „Mont Ventoux“ gehören, auch wenn der Mont Ventoux doch viele Kilometer entfernt ist eigentlich auch dazu.
Was schreibt der „Kleine Johnson“ über dieses Anbaugebiet in seiner Ausgabe 2015 zu den „Mont Ventoux“ Weinen

„Sich um den Mont Ventoux herum ausbreitende AC zwischen Rhone und der Provence. Saftige-fruchtige, herbe Rotweine, Rosés und gute Weiße“

Das liest sich doch schon besser. Die Weine, gerade die herben Rotweine, sind wegen das hohen Tanin-Gehaltes aber nicht jedermanns (frau) Sache. Aber wir wissen ja, es alles Geschmackssache ……

Interessant ist, dass einige Winzer, deren Weingüter auf der Nordseite des Luberon liegen, oder sogar nördlich des Calavonflusses liegen, auch Weine des jeweils anderen Anbaugebietes erzeugen. Komisch, dass dann die Qualität so anders sein soll, als in dem gelobten Anbaugebiet „Mont Ventoux“.

Natürlich gibt es auch im Luberon eine Vielzahl Winzer, die ihr Handwerk verstehen und dem „Kleinen Johnson“ zum Trotz hervorragende Weine erzeugen. Und gerade auch im BIO Bereich glänzen.
Zu diesen Erzeugern gehören auch die Cooperativen wie die von Lumieres (Goult) und SYLLA (Apt). Diese beiden Cooperativen produzieren sowohl „Cotes du Luberon“ als auch „Mont Ventoux“ und von toller Qualität. Das findet sogar der „Kleine Johnson“.

Weine der Caves CooperativesUnter den Winzer, die selbstständig Wein erzeugen sind einige die man erwähnen kann.
Mein absoluter TOP-Favorit unter den Rosés ist der vom „Chateau de la Canorgue“. Pierre Margan gehört zwischenzeitlich zu den 500 besten Winzer Frankreichs. Er produziert schon seit vielen Jahren Bio-Weine.
Als wir im vergangenen Oktober bei ihm einkaufen wollten, hatten wir riesiges Glück, dass wir eine der letzten 8 Kisten seines Rosés 2015 ergattern konnten. Ansonsten waren alle übrigen Weine schon ausverkauft. Das haben wir noch nie erlebt. Zu Glück haben wir noch einen kleinen zusätzlichen Vorrat seines 2013 Rosés im Weinkühlschrank. Das reicht, bis der 2016 gereift ist.

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Eine ebenfalls erwähnenswerte Appelation ist die „Domaine de la Citadelle“. Neben tollen Weinen kann man bei der Weinprobe auch das Korkenziehermuseum des Beistzers besichtigen und wenn man Glück hat, darf man auch einen Blick in den Weinkeller werfen, in dem  gut 100 Eichenfässer lagern. Sehenswert!

img_6676Weitere gute Weine liefern auch das „Chateau les Eydins“ (Bio). (Wie man das Wort auspricht, streiten sich die Gelehrten und die Kellner in Bonnieux) Auch zu empfehlen die „Domaine de la Verrière“.

Aber wie heißt es: Das ist alles Geschmackssache, daher gilt selbst stöbern und probieren.
Beispielsweise auf dem Sonntagsmarkt in Coustellet.

Übrigens produzieren zwischenzeitlich viele der Weingüter auch IGP-Weine, also Weine, die nicht den strenegen Vorgaben der AOP „Cotes du Luberon“ unterliegen. Darunter sind auch Interessante Tropfen.

Eine kleine aber feine Alternative zur Avignon oder Aix – St.-Remy-de- Provence

Will man einmal aus dem tiefen Luberon mit seinen kleine Dörfchen etwas Stadtluft schnuppern, fallen einem an schönen Städten unweigerlich Avignon und Aix en Provence ein. Beide Städte gekönnen sicher zu den Orten im Umfeld des Luberon, welche man gesehen haben muß.
Aber wer den Trubel der Großstadt nach ein Paar Tagen in den kleinen Dörfern des Luberon nicht ertragen kann oder will, für den gibt es eine Alternative in unmittelbarer Nähe.
Schon die Anfahrt über Avignon über die fast unendliche Platanenallee (leider nicht mehr ganz vollständig) ist ein Genuss.
Die kleine Stadt heißt Saint-Remy-de-Provence.
Neben dem bekannten Maler Van Gogh, dessen Werk einem überall in der Stadt begegnet und dem tollen Markt, der Mittwochs in der Altstadt stattfindet, gibt es viele tolle Boutiquen, Geschäfte, Restaurants und kurioses zu entdecken.
Hier einige Impressionen von einem tollen Tag.

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Weinlese heute

Sah man früher in den Weinbergen Sonnenschirme stehen und hörte man ein wuseliges Gerede der Weinleser, dann erlebt man dies nur noch in den Weinbergen, in denen Trauben zum Verzehr geerntet werden.
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Heute sieht man in den Weinbergen in den die Trauben wachsen, die zu leckerem Cote die Luberon oder Cote du Ventoux verarbeitet werden sollen, während der Lese nur noch ein oder zwei Personen. Dafür geht die Lese mit einem höllen Lärm einher.
dsc03089 dsc03091Die Furien von Joucas

Es gibt naütürlich auch noch die Lesehelferin der anderen Art! Nur ist bei ihr der Anteil am Eigenverzehr sehr hoch.
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Diese Helfer werden sich wohl nicht durchsetzen.

Der Kostendruck macht es wohl nötig, dass riesige Lesemaschinen, die mit einer Absauganlage arbeiten, in den Reben zum Einatz kommen. Diese Machinen saugen die Trauben von den Stengeln an. Die Stengel bleiben an der Rebe hängen. Das ganze geht in einem wahnsinns Tempo und irrem Lärm ab. Dazu beginnt die Lese teilweise mitten in der Nacht.
Da wird man früh aus den Betten gerüttelt, wenn man in der Nähe eines Weinberges wohnt.
Wer hat solche Maschinen wohl erfunden!?

Soll die Flasche Cote du Luberon also bezahlbar bleiben, muss man wohl diese Höllenmaschinen für die Zeit der Lese hinnehmen.

Markttag in Bonnieux

Freitag gibt es immer einen Jourfix im Luberon!

Es ist Markttag in Bonnieux. Er gilt als einer der schnösten Märkte im Luberon. Da ist sicher etwas dran. Die Lage auf dem schönen Dorfplatz mit der Aussicht auf Lacoste, Gordes, Goult und den Mont Ventoux, wenn es nicht gerade nebelig ist, wie heute.
Die Leute sind völlig unterschiedlich angezogen. Bei den einen scheint noch Sommer zu sein, bei den anderen ist es schon fast Winter. Dicke Jacke und Handschuhe. Sicher Amerikaner. Davon sind heute viele unterwegs. Die Stände sind schon etwas ausgedünnt. Der Lederwarenhersteller hat schon Urlaub. Auch die Tischdeckenstände un der Fischhändler sind nicht mehr da. Der große Gemüsestand macht ab nächster Woche Urlaub.
Es gibt auch kein Geschiebe und Gedränge mehr, wie es zur Hauptsaison die Regel ist. So hat man richtig Zeit zum schlendern.
Man merkt, dass die Saison schon zu Ende ist. Es gilt sich nun zu erholen. Die tolle Einmanufaktur, das Tinel, direkt am Marktplatz hat auch den Winterschlaf eingeläutet. Darauf hatten wir uns sooooo gefreut! Was soll´s, gut für die Figur. Dann gibt es aber zumindest einen Café im Le Terrail auch direkt neben dem Marktplatz. Darauf ist noch verlasst. Man muss aber sagen, die Dorfkneipe hat sich etwas herausgeputzt. Zur Qualität des Essens kann ich noch nichts sagen. Das ausprobieren muss noch etwas warten.

Nun noch einige Eindrücke vom Markttreiben. Wie immer ein Genuss, für die Augen, aber auch für den Gaumen.

PS. Es gibt Freitags noch einen Jourfix! Markttag in Lourmarin. Gut wenn man mindestens 2 Wochen da ist. Man schafft aber auch beide Märkte an einem Tag, wenn man früh aufsteht und man schnelle Kurvenfahrten über den Luberon liebt.
Wir werden nächsten Freitag mal in Lourmarin vorbeischauen und vielleicht einen kurzen Abstecher nach Bonnieux machen. Liegt ja auf dem Weg!

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Herbstmorgen im Luberon

Nachdem es gestern Nachmittag geregnet hat, ist in der Nacht der Himmel wieder aufegrissen und es waren die Sterne über Bonnieux zu sehen.
Heute morgen dann der dicke Nebel über dem Tal des Calavon. Bonnieux, ja noch nicht einmal Roussillion konnte man von der Terrasse aus sehen.
Aber man merkte doch, dass die Sonne sich versucht durchzusetzen.
Also auf nach Bonnieux, den es ist Freitag und es ist Markttag. Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Dabei ergaben sich einige schöne Momentaufnahmen mit Nebel in Bonnieux und von Lacoste.
Eine tolle Stimmung!

Die untere Kirche von Bonnieux

Die obere Kirche im Gegelicht des Nebels

Kirche im Nebel

Noch immer Nebel im Oberdorf

Da muss doch irgendwo Lacoste liegen

Lacoste im Nebel

Der Nebel verdichtet sich wieder

Noch mehr Nebel um das Schloss

Der Nebel kehrt zurück

Klart es nun auf in Lacoste

Bald ist es geschafft!

Ein Abendspaziergang in einem kleinen Dorf im Luberon

Will man die Seele etwas baumeln lassen und hat einen Hund im Urlaub dabei, fällt dies sehr leicht.
Mit einem Spaziergang gegen Abend tut man gleich mehrere gute Dinge gleichzeitig. Der Hund bekommt seinen Auslauf und man selbst kann den Blick auf die Landschaft in der Abendsonnen genießen.
Wie es aber so im Luberon ist, geht zu immer zu erst bergan. So auch auf der Abendtour in Joucas. Aber wenn man aber erst einmal die kleine Anhöhe erreicht hat und auf Joucas wieder zu geht, kann man die Aussicht genießen. Man sieht die Dörfchen auf der anderen Seite des Tals am Nordhang des Luberon in der Abendsonne.
Die Steinbrüche bei Oppède le Vieux, Menerbes, das Chateau von Lacoste, Bonnieux, Roussillon, den Mourre Negre, Saignon, und ……

 


Auch der Abstieg durch das Dorf bietet immer wieder schöne Ausblicke.

Eine Sammelleidenschaft für Geniesser

Was gibt es im Luberon nicht schöneres als den Tag mit einem guten Essen zu genießen. Man muss manches mal zwar weite Wege fahren, aber es lohnt sich fast immer. Sicher gibt es auch ein Paar schlechte Restaurants, aber die besucht man dann eben nur einmal. Die Guten behält man in bester Erinnerung für den nächsten Urlaub oder den Expertentipp, unter dem Schwur, den Tipp aber niemandem sonst weiterzugeben. Schließlich will man ja beim nächsten Besuch wieder einen Platz bekommen.
Ist der Geheimtipp erst einmal im Umlauf läuft man Gefahr, dass es schwierig wird mit den freien Plätzen.
Ich bin immer wieder begeistert, welche Kreativität die Restaurantbesitzer an den Tag legen, bei der Gestaltung Ihrer Visitenkarten. Da wird man zwangsläufig zum Sammler. Und kann auch bei dem einen oder anderen Restaurant schon eine kleine historische Sammlung der Motive anlegen.
Zu Hause kann man dann in der Erinnerung der Genüsse schwelgen und sich auf den nächsten Besuch freuen. Praktisch sind Sie ja auch noch, da man die Telefonnummer parat hat, um die Reservierung schon von daheim aus zu machen.
Denn Sie wissen ja, hat man die Expertentipps zu oft weitergegeben, muss man sich sputen mit den Reservierungen!!!

Aber Bitte: Die Tipps nicht weitergeben!!!!

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Ein Bilderbuch der Genüsse

Groß-Bonsai Zypressen in Goult

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Wer schon einmal in Goult, dem kleinen noch etwas verschlafenen Dorf im Luberon, zu Besuch war und nach einem „Petit Noir“ in meinem Stammlokal „Cafe de la Poste“ und einem Rundgang durch das Dorf hinauf zu der Windmühle hinter sich hat und wieder etwas entäuscht abfährt, hat evtl. etwas Spektakuläres verpasst.
Ich habe es auch erst bei meinem letzten Besuch entdeckt.

Um es zu entdecken, darf man allerdings keine Hemmungen haben, einen Friedhof zu besuchen. Schließlich ist dies ja auch ein Ort der Ruhe und der Besinnlichkeit.

Der Friedhof von Goult hat neben den reichlich geschmückten Gräbern, die teilweise fast monumentalen Charakter haben, noch etwas ganz besonders zu bieten.
Die Gärtner sind wahre Künstler, wenn es um die Beschneidung von Zypressen geht!

Aber schaut selbst:

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