Petanque -Das Spiel der Spiele im Luberon-

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Petanque, die provenzalische Variante des in Frankreich bekannten Boule-Spieles hat vielerorts einen magische Anziehungskraft.

Hier im Luberon spielt man die Variante, bei welcher die Kugeln aus dem Stehen und nicht mit Anlauf geworden werden. Clubs gibt es in fast jedem Dorf. Einen großen Club gibt es beispielsweise in Goult (Les Goultois) oder in Bonnieux (Bonnieulaise), dort sogar mit einer eigenen Bar am Boule-Platz. Man könnte stundenlang dem Speil zuschauen und dabei Studien über die einzelnen Spieler und deren Taktik und Können betreiben. Es gibt Spieler die sehr gut über Distanzen werfen können. Es gibt Spieler die die platzierte „Hohe Kugel“ beherrschen und es gibt Spieler, die es besonders verstehen, gegnerische Kugeln „abzuschießen“.

Tolle Bilder kann man hierzu in einem Fotoband das Fotografen Hans Silvester aus Lioux finden. Es sind Bilder aus einer vergangenen Zeit, aber die Mimik, die Gestik der Spieler kommt in den Fotos irrsinnig gut heraus. Wenn man Glück hat kann man ein Buch noch im Internet erstehen.

Vor einigen Jahren gab es in Gordes eine besondere Ausstellung von Bildern Hans Silvesters, welche als Wandbilder an Fassaden im Dorf verteilt zu sehen waren. Darunter gab es auch einen Petanque-Spieler.

Die Reste des Bildes -Vollständig in seinem Bildband-

Am gestrigen Samstag haben wir in Viens eine ganz besondere Art des Boule-Spiels kennengelernt. Dazu wurde eine Dorfstraße (abfallend) gesperrt. Die Frage kam auf, wie man mit „runden“ Kugeln auf abschüssiger Asphaltstraße Petanque spielt. Ein Concours für das ganz Dorf!!

Mit dem Auftauchen der ersten Spieler mit Ihren Kugel und dem kleinen „Schweinchen“ wurde das Rätsel schnell gelöst.

Zu diesem Speil nutzt man Holzkugel, nein es sind keine Kugel aus Holz, sondern „Holzwürfel“ und „Würfelschweinchen“. Alles in der original Größe der Metallvariante.
Mit diesen Kugel, nein Würfeln kann man auch auf einer abschüssigen Straße „Petanque“ spielen. Mit der Zielgenauigkeit ist es aber so eine Sache. Diese schien bei den Spielern aber nicht so im Vordergrund gestanden zu haben.

Einsatz wie beim „echten“ Boule

Im übrigen ist Viens ein schönes, wenn auch etwas einsam gelegenes Dörfchen auf dem Weg zur Gorges d´Oppedette. Sonst was es immer nur ein Zwischenstopp zum Einkauf von Honig bei Monsieur Bresc, Bester Honig im Luberon (meiner Meinung nach). Der kleinen Kramerladen soll ganz toll sein.

Bei einem Streifzug durch das Dörfchen haben wir tolle Eindrücke gesammelt.

Der Hund wartet auf das Herrchen beim Einkauf bei Monsieur Bresc
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Kulinarische Entdeckung im Luberon?

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Auf dem Weg nach Hause von Lacoste (Sunset-Drink) über Lumieres nach …. ist uns im Vorbeifahren an der Einfahrt der Domaine Font Léale eine Schild mit dem Hinweis „Restaurant Ambulant“ aufgefallen. Das mussten wir uns ansehen! Rückwärtsgang rein und einen Zwischenstopp eingelegt.

Im „Vorgarten“ der Domaine steht eine großer Truck (Faun oder so was) der als Küche umgebaut ist. Davor eine improvisierte Theke und bunte Tische und Stühle, Strohballen als Sitzgelegenheiten stehen im Garten verstreut mit Blick auf die Reben.

Speise- und Gerätekarte lesen sich toll. Die Betreiberin hat uns Ihre Geschichte dazu erzählt. Aktuell ist das „Resto Ambulant“ von DO-SA geöffnet.

Aufgepasst, es gibt „Zürcher Geschnetzeltes“ auf der Karte.

Konnten es gestern nicht ausprobieren, aber für nächste Woche steht diese „Experience“ schon auf unserem Plan. Man muss Tische reservieren!

Die Geschichte dazu gibt´s nur vor Ort!

Cirque Culinaire
Restaurant Ambulant

Weingüter im Luberon -Update-

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Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, kennt sicher meine Vorliebe für die Rosé-Weine des Luberons. Insbesondere die des Chateau de Canorgue aus Bonnieux und der Domaine de la Citadelle aus Bonnieux.
Langsam werden die Weine aber zu einen raren Gut. Zum einen nimmt die Beliebtheit der hiesigen Weine immer mehr zu und zum anderen verringert sich der Ertrag in den letzten Jahre durch die große Hitze immer mehr. Dies geht jedoch zum Glück nicht zu Lasten der Qualität.
Die Qualität der Luberon-Weine hat sich in den letzten Jahre kontinuierlich gesteigert, was mein Empfinden angeht.

Die Knappheit wird wohl zunehmen, da die Sommer auf hier im Luberon immer heißer werden. Dieser Sommer soll der heißeste Sommer der Geschichte im Luberon gewesen sein, wie uns ältere Nachbarn im Dorf berichtet haben.

Aktuell sind insbesondere die Rosé-Weine in einigen Domaines schon ausverkauft, so dass man mit dem Nachschub warten muss. Wir hatten es schon einige male erlebt, dass man nur noch kleine Menge kaufen konnte.

Zum Glück, oder auch nicht, wird gerade der Nachschub produziert. Die Weinlese ist schon im Gange. Diese beginnt durch die heißen Sommer auch immer früher. Im Kalender und bei der Uhrzeit.
Die Erntemaschinen (Sauger) beginnen mit ihrer Arbeit schon um 4:30 Uhr!, sind dann aber wegen der Hitze schon um 09:00 Uhr mit der Arbeit fertig. Nix für den Langschläfer, der wie wir direkt an einem Weinberg wohnen.

Erntemonster

Auf der Suche nach einer neuen Domaine sind wir nun zumindest für uns auf die Domaine de Marie in Menerbes gestossen.
Zu der Domaine gehört noch ein kleines Hotel (Luxus) und eine Restaurant mit einem tollen Garten.

Domaine de Marie

Diese produziert einen tollen Rosé, aber auch ganz tolle Rote und Weiße.

Auch hier wird der Rosé schon knapp. Wir konnten aber noch 2 Kisten ergattern!!

Objekt der Begierde. – Vin Rosé –
Vin Blanc

In der Cave haben auch die neue Entwicklung beim Ausbau der Weine sehen können. Weine werden nun in großen „Amphoren“ aus Beton (Weißer) und aus Ton (Roter) ausgebaut. Dies Art der Lagerung soll für mehr „Frische“ und „Spritzigkeit“ sorgen.

Big dark Egg!
Wie bei den alten Römern

Die Cave kann man besichtigen. Im Weinkeller findet man sogar Kunst.

Kunst im Weinkeller

Mal sehen, wo wir bei unseren Einkäufen noch Glück beim Rosé haben!!

Update Literatur aus dem Luberon

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Im Emons-Verlag ist wieder Luberon-Krimi von Andreas Heineke erschienen. Es geht um eine Tote bei einer Ausstellung im Picasso-Schloß.

Der Titel heißt : „Fälschung à la Provence“

Literatur Luberon Pur

Picasso hatte über viele Jahre auch eine enge Verbindung zum Luberon. Eine seiner Musen, Dora Maar lebte lange Jahre in Menerbes. Dort gibt es zur Erinnerung an die Fotografin und Malerin das „Maison Dora Maar“. Hier finden regelmäßig Ausstellungen statt. Gegenüber, auf der anderen Straßenseite befindet sich ein toller kleiner Garten, der dem Amerikaner Joe Downing gewidmet. Er war Maler und lebte ebenfalls in Menerbes.

Der Garten von Joe Downing – Im Hintergrund das „Maison Dora Maar“

Über den Inhalt des Krimi will ich nichts weiter verraten. Bitte selbst lesen. Am besten an einem Pool im Schatten hier im Luberon.
Der Autor Andreas Heineke schreibt seine Krimis aus und um den Luberon im übrigen im Lourmarin. Die Hauptfigur und Handlung ist um Bonnieux herum angelegt.

Viel Spaß beim lesen und genießen der Sonne im Luberon.

PS. Sophie Bonnet macht mit Ihrer Krimireihe in diesem Jahr leider eine Pause. Freuen wir uns auf das nächste Jahr.

Generationenwechsel in der Gastronomie

In den letzten Jahren mussten wir bei unseren Besuchen im Luberon immer wieder feststellen, das lieb gewonnene Restaurant den Besitzer wechseln oder für immer schließen.

Verständlich, wenn man seit 25 Jahren die Gegend bereist und den Wandel selbst mit bekommt. Einige dieser Institutionen gab es schon vor 25 Jahre.

Beispiele hierfür sind unter anderem unser Café de la Poste, zunächst eine einfache wenig ansprechende Bar am Dorfplatz. Billige Plastikstühle auf einer sicherlich schönen Terrasse. Dann wurde das CdlP von Marie-France und Bernard übernommen und blüht zu der Location auf. Ein echtes Bistro wie man es sich vorstellt und wünscht. Immer Betrieb, zu jeder Jahreszeit und Tageszeit.
Dann kommt die Zeit des verdienten Ruhestandes und der neue Betreiber, eine Gastro-Gruppe verändert das Konzept, so dass die Einheimischen nicht mehr kommen. Schade!

Das Café de la Poste – bessere Zeiten –

Das andere Beispiel die Auberge de la Loube, hoch oben in Bouox. Einsam aber traumhaft. Bei Maurice saß Peter Mayle schon am Kamin. Nun ist die Auberge für immer geschlossen, wie der Anschlag an der Eingangstüre zeigt. Offensichtlich gab es noch immer Freunde des Hauses, die es nach Jahren nicht wahrhaben wollten. Vielleicht hatten sie aber auch gerade das Buch von Peter Mayle „Mein Jahr in der Provence“ zum ersten Mal gelesen. Einiges ist auch in der Tat heute noch aktuell. Aber eben nicht alles.

Auberge de la Loube -geschlossen für immer-

Nun haben wir eine absolut positive Weiterentwicklung entdeckt.

Zunächst war es eine „Neu-„Entdeckung nur im Internet. Das Saint Hubert in Saint-Saturnin-lès-Apt gab es auch schon vor 25 Jahren. Immer etwas einfach bis schäbig, aber eben immer am Platz.

Nun gab es einen Besitzerwechsel. Ein junges Paar sind nun die neuen Besitzer Lise und Eric und bringen eine neue Inspiration und Geist in das Haus.
Aufmerksam wurden wir über einige Filmchen in Youtube und einem Kochevent bei Kitchen Stories mit der Chefin Elise.
Aber wir mussten warten und uns in Geduld üben um die Kochkunst genießen zu können. Seit Beginn der Pandemie hatten wir 3 vergebliche Anläufe genommen ohne Glück!

In einem früheren Block hatte ich schon aus der Ferne darüber berichtet. Und vorweg gesagt, wir wurden nicht enttäuscht!

Jetzt sollte es bei unsrem spontanen 72 Stunden Trip aber klappen. Kurzfristig ein Hotelzimmer bekommen und welches Glück, auch einen Platz für 2 mit Hund im Saint Hubert!!
Die Vorfreude auf den Samstagabend war also riesig, bei all dem was wir schon gehört und gelesen hatten von diesem „neuen/alten“ Haus.

Nach einem tollen ereignisreichen Tag waren wir hungrig und neugierig was uns erwartet.

Von außen sieht man zunächst keine großen Veränderungen zu erkennen. Die Bar à vin direkt am Eingang war verwaist. Dies ist aber der Pandemie geschuldet. Sicher ist dort ein Ort an dem man gemütlichen einen Cafe oder einen Pastis einnehmen kann und eine Kleinigkeit zu sich nehmen kann, so das Konzept.

Bar á vin

Das Wetter spielte mit und nach einem Sonnentag war es angenehm warm um einen Platz auf der Terrasse mit einem tollen Ausblick zu genießen.

Die Terrasse ist nicht sehr groß, aber ein traumhafter Ausblick in den Abendhimmel und den Luberon erwartet den Gast. Dazu noch das gezwitschere von Schwalben! Das ist schon Genuss pur.

Ein Ausblick, der den Appetit anregt!

Wir bekamen einen tollen Platz mit Aussicht auf das Tal. Der Abend begann schon vielversprechend. Zum Aperitif gab es einen „Henri Bardouin“, meine Lieblingsmarke unter den Pastis Provencale. Die Speisekarte las sich toll. Am liebsten hätte man das Menu von oben nach unten komplett durch bestellt. Die Entscheidung wird hier schwer gemacht.

Unser Hündin wurde auch gleich mit einem großen Topf Wasser begrüßt. Eher für einen Bernhardiner als für unsere Aussie Dame Rommee. Aber Rommee hat sich gefreut! Für sie der erste Besuch in einem Restaurant, den sie toll gemeistert hat. Irgendwann lag sie ganz entspannt unterm dem Tisch neben dem Wassernapf.

Am Abend gab es ein Menu zur Auswahl mit jeweils 3 Auswahlmöglichkeiten je Gang und dazu noch eine Käseplatte.

Als Vorspeise wählten wir „Terrine de bonite en tataki“ und „Tatare de boeuf au couteau“. Köstlich!!!

Eine tolle Kompostion – fast zu schade um sie zu essen –

Beim Hauptgang hatten wir uns für „Gnocchis maison à la ricotta“ und „Filet de daurade de méditerraneé“ entschieden. Eine sehr feine Entscheidung!

Das Desert musste dieses mal dem Käse weichen. Auch hier eine kulinarische Überraschung.

„Fromage de chèvre du Jas de Melchoir“ mit Rosmarin-Gelee nach dem Rezept noch Mama Eric.

– Ein Traum, nicht nur der angerichtete Teller –

Der Käse sah auf den ersten Blick auch wie eine Feige. Auf den Punkt gereift. Ein schöner Abschluss für das gelungene Menu.

Die Weinempfehlung der Kellnerin passte bestens zu unserem Menu. Bei einem solchen Abend gehörte natürlich ein Wein der Provence dazu. Ein Rosé von der Domaine „Clos du Tileull“ , “ La douceur de Juliette“ wurde uns empfohlen. Gut gekühlt begleitete uns der Wein durch den Abend.

Während des ganzen Abend wurden wir aufmerksam aber nicht aufdringlich von den Damen und Herren im Service betreut. Die Zusammenstellung der Zutaten passte einfach. Die Gemüse, und anderen Beilagen harmonierten mit den Hauptgerichten.

Wir waren zufrieden und hatten die lange Anfahrt nicht bereut.

Ein toller Abschluss des 2.Tages unseres 72 Stunden Trips in den Luberon. Den kleinen Spaziergang zum Auto haben wir dann dank der lauen Vorsommernacht genossen und sind uns sicher, dass wir bei unsrem nächsten Urlaub wieder kommen werden, wenn man dann spontan überhaupt noch eine Platz bekommt.

Saint Hubert bei Nacht
Saint-Sarturnin-lès-Apt bei Nacht

Wie wir ja alle wissen, sprechen sich die positiven und schönen Dinge des Lebens immer sehr schnell herum und werden dann auch von anderen genossen.

Nun mussten wir uns beeilen um noch vor Beginn der Ausgangssperre ab 23.00 Uhr zu Hause zu sein.

Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen und werden die Entwicklung des Hauses im Auge behalten!

72 Stunden im Luberon – 1. Tag –

Wenn man wie wir in normalen Zeiten 1 – 2 mal pro Jahr in den Luberon fährt, so wurden wir seit dem Frühjahr des letzten Jahres auf eine harte Probe gestellt.

3 mal hatten wir es vor gehabt in den Luberon zu fahren. 3 mal mussten wir kurz vor dem Start auf Grund der Corona Entwicklungen dort wie auch zu Hause die Reise absagen. Das war ganz schön bitter.
Das letzte Mal waren wir im Frühjahr 2020 auf der Durchreise für ein Mittagessen und Weineinkauf in Goult.

Lunch im Carillon auf der Terrasse! Ein Traum, mitten in der Großbaustelle, da Goult ja eine neue Dorfstrasse bekommen sollte

Doch nun haben sich doch erhebliche Verbesserungen eingestellt, die Hoffnung gemacht haben. Und so haben wir überlegt und aus Spaß einmal über ein Wochenende für 3 Tage ein Hotel, welches auch Hunde aufnimmt gesucht und prompt auch gefunden. Da mussten wir nicht zwei mal überlegen. Auch die lange Anreise über 7 1/2 Stunden mit dem Auto konnten uns nicht mehr abschrecken. Zumal die Vorräte an Rosé, Olivenöl und Honig aufgebraucht waren.

Es sollte also am letzten Freitag losgehen. Als Hotel hatten wir für 2 Nächte in Lumieres das Hotel Notre-Dame de Lumieres gebucht. 3 Sterne und für uns zentral gelegen. Das Zimmer war gut. Das sehr gut bewertete Frühstück stellte sich als „Continental Breakfast“ heraus. Brötchen statt Baguette und Croissant waren wohl aufgebackene Tiefkühlkost.

Innenhof Hotel Notre-Dame de Lumieres; Frühstück unter freiem Himmel

Aber wir waren ja nicht des Frühstücks wegen gekommen. Ansonsten hat das Hotel eine sehr große Außenanlage und eine tolle Pool-Anlage. Durch das Grundstück führt ein Wanderweg von Goult nach Gordes, vorbei an einigen schönen Bories Richtung Gordes und einem Teil der Terrassen-Anlagen von Goult.
Toll um morgen die erste Runde mit dem Hund bei Sonnenaufgang zu drehen.

Der Pool für die Zweibeiner

Was hat sich nach anderthalb Jahren alles verändert, wer von den Gastronomen hat den in Frankreich doch heftigen Lockdown überlegt?
Wen von den bekannten Gesichter aus dem „alten“ Cafe de la Poste werden wir wiedersehen??
Ist die Großbaustelle abgeschlossen worden und wie sieht es jetzt aus?

Die Vorfreude war riesig und damit die Anreise kurzweilig. Der erste Weg führte uns wie immer hoch ins Dorf nach Goult um nach dem rechten zu schauen.

Und da war es noch, das Cafe de la Poste! Die Terrasse aufgeräumt aber durch die neue Dorfstrasse etwas kleiner. Sitzplätze gab es gegen 16.30 Uhr reichlich. Irgendwie fehlte aber die Atmosphäre und die liebe Begrüßung.

Cafe de la Poste, Goult

Aber der erste Rosé und die Pression auf der Terrasse haben doch vieles wieder wett gemacht. Die Preise sind aber auch gestiegen.

Das Dorf sieht jetzt „chic“ aus durch die neue Straße, sehr aufgeräumt!

Die Dorfstraße ab dem Marktplatz
Die neue Dorfstraße in der Oberstadt

Die Pizzerria von Bruno, der garnicht Bruno heißt gibt es auch noch. Der Chef kommt wie immer gegen 17.00 Uhr mit seinem Roller an und sperrt den Laden auf.

Der Souvenirladen von Gatti, der garnicht Gatti ist, hat jetzt den Tabac, Lotto und Zeitschriften übernommen. Ganz neu sind die Tische und Stühle vor dem Laden. Dort sehen wir die ersten bekannten Gesichter aus dem „alten“ CdlP. Aha, Mann/Frau ist umgezogen!

Der richtige Name lautet: „La cigale et la fourmi“

Wir verabreden uns für abends mit unseren Freunden Renate und Martin auf deren Terrasse mit herrlichem Blick auf den Luberon und auf Goult. Dazu werden Pizza bei Bruno der g………. heißt bestellt, die wir abholen werden. Da gibt es schon Gelegenheit für ein erstes Schwätzchen, was es neues gibt.

Die Pizzeria (á emporter) heißt richtig: „Pizzeria du Cote de chez moi“

Rechts neben dem CdlP wird gebaut. Die Molinars, die das Haus lange nicht genutzt haben, werden eine Bar – Restaurant eröffnen.
Die sind „Einheimische“ aus Goult! Da hört man schon was los ist.
Das CdlP gehört seit dem Verkauf durch Bernard und Marie-France einer Gastrokette aus Paris/Luxemburg. Also keine „Einheimischen“. Das soll uns später noch einmal im Wald zwischen Goult und St. Pantaleon bestätigt werden.

Die neue In-Location von Goult? – Hoffen wir es –

Unsere Hündin Rommee, die das erst Mal mit uns in Goult ist, hat auch schon einen Freund im Dorf gefunden. Monsieur Aubert der Metzger hat Ihr einen tollen Knochen spendiert. Den gibt es heute Abend als Bestechung, damit sie Ruhe hält bei unseren Freunden.

Ansonsten scheinen noch alle Geschäfte und Restaurant, auch meine Friseurinnen und die Makler da zu sein. Das ist ja Super!!
Den Houng aus den CdlP, den haben wir noch gesehen. Er hat vielleicht die Frühschicht. Wir schauen mal, sind ja noch ein Paar Stunden vor Ort.

Jetzt aber mal schnell ins Hotel und einchecken. Unser Hund will auch noch eine Runde laufen und schw….!
Wie gesagt, das Hotel ist ein Touristen Hotel, aber ganz OK für ein Paar Übernachtungen. Wie es so ist, sind auch schon ein Paar Nachbarn aus der Heimat da.

Die Runde mit dem Hund führt über einen steilen Weg (Richtung Mange Tin) hoch zu einer Kapelle mit toller Aussicht Richtung Gordes und Joucas. Auf dem Rückweg findet unser Hund den Weg durch einen Zaun hinter dem sich eine Wasserbassin befindet. Sie will ja nur etwas trinken und fällt dann kopfüber rein. Der Hundebesitzer springt dann natürlich über den Zaun und zieht den Vierbeiner am Geschirr aus dem Wasser. Zum Glück ist das Wasser relativ frisch, so dass der Duft nicht zu arg ist. Und was man ja immer dabei haben sollte, ein Hundehandtuch ist jetzt Gold wert.

Die Badewanne für den Hund



Nach der kleinen Aufregung geht es, alle frisch gemacht, los zu unseren Freunden, mit dem Abstecher zum Pizzamann. Die Terrasse vor dem CdlP ist nun schon besser besucht. Aber siehe da, die Tische bei Gatti, der garnicht Gatti ist sind auch alle belegt. Und wer sitzt dort, die „Einheimische“ aus dem „alten“ CdlP. Wir sehen viele bekannte Gesichter dort. Alma mit ihrem neuen Hund, Madame Gummistiefel, …. Auch die gibt es noch alle. Wie schön.
Beim Pizzamann sitzt noch ein alter Stammkunde aus dem CdlP. Er hatte immer ein von Bernard gut gefülltes Glas Pastis in der Hand. Egal wie spät, oder früh es war. Beim Pizzamann gibt es aber nur ne Cola.
Kurz ein Paar Wort gewechselt und einen schönen Abend gewünscht und dann geht es mit den Pizzen zur Renate und Martin.
Wir hatten uns das letzte Mal in deren Haus an der Cote d´Azur zu Beginn der Pandemie gesehen. Jetzt wurde es Zeit, dass wir uns wieder sehen.

Bewaffnet mit einer guten Flasche Winzersekt „Pinot N“ von unserem Spitzenwinzer an der (saarländischen) Mosel, Herbert Herber und den Pizzen gibt es eine tolle Begrüßung und einen ganz tollen gemütlichen Abend auf der Terrasse mit dem traumhafte Blick in den Abendhimmel über Goult und den Luberon, hinüber bis nach Oppede le Vieux.

Leider geht der Abend bei einem leckern Aperitif mit kleinen Häppchen und dem Winzersekt, einem Rosé von der Domaine direkt hinterem Berg, den Pizzen von Bruno der g……. und einem leckern Mousse au Chocolat von Renate viel zu schnell vorbei, zu mal ja ab 23.00 Uhr die Ausgangssperre gilt. Also müssen wir unseren Gedankenaustausch vertagen und wir verabreden uns noch einmal für Sonntag vor der Abreise.

Wir sind ja nur 72 Stunden im Luberon!

Fortsetzung folgt!

Bonnieux, Buoux, Lourmarin, St. Saturnin les Apt, Restaurant Le St. Hubert, Markt von Coustellet wir kommen in den nächsten Tagen

Ganz besonders gespannt sind wir schon auf den Besuch im Restaurant Le St. Hubert, von dem ich schon zuvor berichtet hatte. Nun wollen wir es auch mal testen. Einen Platz haben wir schon für morgen Abend reserviert.

Kulinarische Neuerung in altem Haus

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Das Hotel/Restaurant St. Hubert in Saint-Saturnin-lès-Apt ist schon lange eine Institution im Luberon. Vor einigen Jahren berichtet auch die Zeitschrift „GEO Saison“ in einer Reportage zum den Luberon über das Haus und den damaligen Besitzer.
Das Bistro war typisch provenzalisch und hatte seinen Charme. Das Restaurant war eher Durchschnitt. Zu den Hotelzimmern kann ich nichts sagen.

Doch nun, gerade zu Beginn der Corona Krise, wurde es von einem jungen Paar, Lise u. Eric, übernommen und wieder auf Vordermann gebracht. Das Bistro hat ein tolles Ambiente mit einer tollen Auslage.

Gemütlicher Platz im St. Hubert

Das Restaurant zeigt den gehobenen, aber nicht abgehobenen Anspruch der neuen Besitzer. Alleine schon der Ausblick von der Terrasse aus in die untergehende Sonne über dem Luberon, kann süchtig machen. Die Speisekarte macht schon Spaß zu lesen. Die Betreiber legen sehr großen Wert auf regionale Produkte.


Nur das Ausprobieren hat noch nicht geklappt. Es stand immer auf unserem Plan, aber Corona sei Dank, haben unsere letzten Reisen in den Luberon ja nie geklappt.

Ein Grund mehr wieder dort hin zu reisen.


Die Restaurantadresse in Saint-Saturnin-lès-Apt

Auch das Örtchen selbst ist eine Tour wert. Er liegt mit tollem Blick auf den Luberon an einem Berghang. Oben thront eine Kirche und eine verfallene Burg. Im Ort findet man alles was man zum Leben benötigt.

Von St. Saturnin geht auch eine schöne, aber anstrengende Rundwanderung (18 KM) los zu den „Aiguiers“, das sind in den Fels gehauene Rückhaltebecken, in denen früher (aber auch heute noch) Wasser gesammelt wurde. Wenn man das Alter der Becken betrachtet und überlegt, mit welchen Arbeitsmitteln damals gearbeitet wurde. Respekt!

Zum Abschluss der Wanderung kann man dann den Tag kulinarisch im „Le St. Hubert“ ausklingen lassen. Sicher einer tolle Abrundung.

Wenn man früh genug zurück ist und seinen Vorrat an Olivenöl und evtl. Honig auffüllen will, kann dies in der Olivenölmühle „Jullien“ etwas unterhalb im Dorf tun. Die Mühle hat seit 2-3 Jahren vollständig auf Bioöle umgestellt. Es gibt 3 Sorten. Beim probieren würde ich bei der Sorte „verde“ aufpassen. Diese Öl ist zumindest bei mir sehr „kratzig“ im Hals.

Flüssiges Gold


Aber ansonsten sind die Öle ein Gedicht. Ein Stücken Baguette und Öl darauf, fertig ist der Genuss pur!

www.moulin-huile-jullien.com

Dort bekommt ihr auch neben den Olivenölen ganz tollen Honig in verschiedenen Sorten. Er steht dem Honig von Bresc in Viens in nichts nach.

Das Le St. Hubert hat auch eine tolle neu gestaltete Homepage, die ihr unter

www.le-saint-hubert-luberon.com

erreicht.

Einen tollen Bericht über den Wareneinkauf mit der Besitzerin Lise und einem tollen Koch-Event als Video findet ihr unter

www.kitchenstories.com/de/stories/sudfrankreich-fur-zuhause-gebackener-ziegenkase-mit-krautern-der-provence

Das Rezept „Gebackener Ziegenkäse mit Kräutern der Provence“ ist ein Gedicht. Gerade zu Beginn der Rosé Zeit, auf der Terrasse in der Abendsonne. Eine Genuss!

Hoffen wir, dass wir es auch bald einmal vor Ort genießen können!

Bis dahin heißt es „Daheim nachkochen und mit einem Gläschen Chateau la Canorgue rosé“ genießen.

Update Literatur

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Es ist schon einige Zeit, wie ich feststellen muss, dass ich Neues zur Literatur über, um und aus dem Luberon berichtet habe.

Zeit also für ein literarisches Update!!

Im Bereich der Krimis, bei denen die Handlung überwiegend im Luberon spielt hat sich viel getan.

Es sind einige Bände von Sophie Bonnet mit Ihrem Ermittler Pierre Durand erschienen. Jährlich im Mai erscheint in der Regel ein neuer Band von Ihr.
Dabei erhält man neben der Kriminalhandlung auch immer sehr viel gut recherchiertes Hintergrundwissen rund um ein spezielles Thema aus dem Luberon oder der Provence allgemein.
Besonders Interessant berichtet fand ich den Hintergrund zu dem Thema Okzitanien (Kultur und Sprache) im Band „Provenzalisches Feuer“ aus dem Jahr 2017.

Aktuell ist der Band Nr. 9 „Provenzalischer Stolz“, der aber nur wenig Anknüpfung zum Luberon hat. Er hat seinen Mittelpunkt in der Camargue.
Im Mai diesen Jahres wird ein weiterer Band erscheinen.


Neu entdeckt habe ich Krimis rund um den pensionierten Ermittler Albin Leclerc. Ein kauziger Unruheständler mit Mops. Hier gibt es bisher 5 Bände. Autor ist Pierre Lagrange. Die Handlung spielt in und um die Stadt Carpentras.

Der aktuelle Band ist „Düstere Provence“ Jahrgang 2020.


Neu unter den Kirmiautoren ist Andreas Heineke. Er hat bisher 2 Krimis veröffentlicht. Sie spielen in und um ein fiktives Dorf zwischen Lourmarin und Bonnieux. Interessant ist dabei das Heineke seine Krimis in einer Schreibstube in Lourmarin geschrieben hat, wie er in einem Interview bei Hilke Maunder auf deren Blogseite
„www. meinfrankreich.com“ berichtete.
Übrigens wurde auch Sophie Bonnet von ihr interviewt.
Auch ansonsten ist die Seite von Frau Mauder eine lesenswerte Seite zum Thema „Frankreich“

Der aktuelle Krimi ist „Versuchung à la Provence“ Jahrgang 2019.

Zunächst sollte kein weitere Krimi erscheinen. Nun habe ich gelesen, dass diese Jahr doch der 3. Band erscheinen soll.
Heineke hat noch einen weiteren Roman mit Bezug zum Luberon geschrieben. Er trägt den Titel „Der Sound der Provence“ Hier geht es aber das Musikbusiness. Der Roman ist aber nur als E-Book zu bekommen.


Einen weiteren „Spezialkrimi“ in kleiner Auflage habe ich in der Schweiz gefunden. Es ist ein Büchlein von Roland Seiler. Der Titel lautet „Tote verdienen Ruhe“ und spielt irgendwo im Luberon. Nett geschrieben.

Hintergrundwissen zum „früheren“ Luberon

Mal was anderes aus den touristischen Anfängen des Luberon in den 60er Jahren, mit tiefen Einblicken in das damalige Leben im Luberon bieten die Bücher von Karl Wiehn, der über den Kauf, die Renovierung eines Hauses und das Leben in einem kleine Weiler in der Gegend um Apt in den frühen 60er Jahren und danach berichtet.
Es ist seine eigene Geschichte als Pendler zwischen Deutschland und dem Luberon. Manches ist schwer vorstellbar, wenn man die heutigen Ferienhäuser mit deren Standard so vor Augen hat. Toll zu lesen.

Folgende Bücher sind von Karl Wiehn erschienen.

„Ereignisse im Luberon“

„La Garelle -Ein Weiler in der Provence-„

„Augenblicke in der Provence“

Die Bände sind bis ins Jahr 2009 erschienen.


Kulinarisches

In den Krimis von Sophie Bonnet speilt auch Thema Kochen eine große Rolle. In den Büchern werden immer Rezepte beschrieben und auch abgedruckt.

Nun hat Sophie Bonnet dazu auch ein Kochbuch herausgebracht, da das Kochen offensichtlich eine weitere Leidenschaft von ihr ist. Es enthält auch viele Rezepte aus dem Luberon und dazu tolle Geschichten und Bilder.

Der Titel lautet: „Provenzalischer Genuss“ Jahrgang 2018

Das Buch ist in starkem Gebrauch bei uns zu Hause!!!
Favoriten sind die „Fougasse“ und die „Tarte aux tomates et fromage de chèvre“


Ein Rückblick

Sein letztes Werk ist bisher nur in englischer Sprache erschienen. Dabei geht es um einen Rückblick auf

„Seine“ 25 Jahre in der Provence

„My twenty-five years in Provence“ -Reflections on then and now-

Autor ist kein anderer als „der Erfinder“ von meinem Luberon! Peter Mayle.

Das letzte Werk von Peter Mayle

Eine interessanter Rückblick und Ausblick auf das (sein) Leben im Luberon.

Es wird zum großen Bedauern das letzte Buch von Peter Mayle bleiben.

Wir wir alle wissen, ist Peter Mayle im Januar 2018 in „seinem“ Luberon verstorben. Sicher ein großer Verlust nicht nur für die Fangemeinde.

Ob all die anderen Bücher rund um den Luberon, die danach erschienen sind, einen solchen Erfolg hätten, wenn Peter Mayle nicht mit seinen Büchern die Leser neugierig auf den Luberon gemacht hätte?

Viele der Autoren sehen ihre Wurzeln und die erste Begegnung mit dem Luberon immer in Verbindung mit dem Buch der Bücher von Peter Mayle!
Auch ich lese es heute nach 25 Jahren immer noch gerne und muss immer noch schmunzeln an die Geschichten die ich damit verbinden kann!

Ruhiger wird es sicher nicht werden in und um den Luberon nach seinem Tode.

Hoffentlich bleibt uns vieles erhalten von dem, was Peter Mayle in alle seinen Büchern so toll und meist liebevoll beschrieben hat und was wir lieben gelernt haben.

Auch wenn sich das Leben dort unten unaufhaltsam weiterdreht und viele Veränderungen mit sich bringt.

Wenn man sie sucht, wird man die kleinen Fluchten immer noch finden.

Also Augen, Ohren und Nase immer offen halten.