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Wann ist eigentlich die beste Jahreszeit für einen Urlaub im Luberon? Ich finde, immer wenn man gerade dazu Lust und …
30 Montag Nov 2015
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Wann ist eigentlich die beste Jahreszeit für einen Urlaub im Luberon? Ich finde, immer wenn man gerade dazu Lust und …
30 Montag Nov 2015
Neben der Jagdsaison, die zeitweise sehr gefährlich ist im Luberon ist auch die Trüffelzeit angebrochen.
Im Gegensatz zur Jagdsaison mit lautem knallen aus den Büchsen und Gebelle bzw. Geheule der Hunde, ist die Trüffelsaison eine stille, im Verborgenen ablaufende Zeit.
Da wird nicht mit der Büchse geballert, die Hunde hinterher gejagt, dann zum Abschluss die Hunde mit lautem Geschimpfe und Flüchen gesucht, zu Fuß oder mit dem Pickup 4 x 4 durch Gelände.
Nein, die Trüffelsuche ist eine leise Angelegenheit.
Sicher kommen bei der Trüffelsuche auch nicht so viele Jäger, Jagdhunde und andere unvorsichtige Lebewesen ums Leben. Mein Hund trägt in dieser Jahreszeit beim Spaziergang immer eine Bärenglocke am Halsband. Ein guter Tipp, den wir bei einem Zusammentreffen mit einem Australier, der für ein Paar Jahre in Lacoste wohnt, bekommen haben.

Schließlich tragen die meisten Jagdhunde auch Glocken um den Hals. Ganz wertvolle Exemplare sogar Ortungssysteme!
Eigentlich sollten die Zweibeiner auch Glocken tragen, denn wer schützt das Herrchen oder Frauchen vor den Büchsen der Jäger, die an der Falaise de la Madelaine oder auf dem Weg von Joucas über die Gorges de Veroncle nach Gordes hinter einem Busch stehen und bis unter die Zähne bewaffnet auf alles schießen, was sich bewegt und keinen Glockenton abgibt. Lucy ist schon von vielen Jägern belächtet worden, hat aber alle Wanderungen im Luberon unbeschadet überstanden. Auch heute, wo es auch dem Weg von Joucas hoch nach Murs wieder überall geknallt hat.
Aber ganz so, wie man es sich vorstellt, dass der Trüffelsucher mit seinem Hund durch die Wälder des Luberon streift und darauf achtet, dass er von niemandem beobachtet wird, ist es leider nicht mehr immer.
Sicher, gibt es noch die Kenner der geheimen Plätze, an denen Trüffel zu finden sind. Mit Schweinen ist man wegen des großen Appetits der Schweine nach Trüffel auch schon lange nicht mehr unterwegs.
Hunde sind da viel bessere Sucher, da man Sie nach dem finden des Trüffels viel leichter mit einem anderen Leckerlie ablenken kann um dann den Diamant Noir, den schwarzen Diamanten aus zu graben und ihn dann erst einmal in einem Glas verpackt in der Jackentasche verschwinden zu lassen.
So wohl geschehen, als uns im letzten Jahr in unserer Stammkneipe in Goult ein nach dem wohl gefühlten 5. Pastis, verschmitzt lächelnder Bewohner der Dorfes, uns wie fast allen anderen Bistrobesucher auch, einen Diamant Noir hat in Augenschein nehmen und daran riechen hat lassen. Ein Duft kam aus dem Glas!!!!
So schnell wie er uns gezeigt wurde, so schnell war die Knolle auch wieder in der inneren Jackentasche verschwunden. Bestimmt 200 Gramm hatte die Knolle, bei einem Preis von 600 € das Kilo nicht schlecht. Leider haben wir nie erfahren, wohin die Knolle dann gewandert ist. Sicher nicht zum Eigenverzehr.

Da schlägt das Herz eines jeden Trüffelfans hoch
Für die Trüffel gibt es Märkte, auch in der Provence. So werden in Carpentras oder Raillane Trüffel gehandelt. Ganz diskret versteht sich. Das meiste geht wohl an der Steuer vorbei. Ich weiß gar nicht, ob auf Trüffel evtl. auch noch Luxussteuer gezahlt werden muss?
Ein schöner, wenn vielleicht auch etwas touristischer Markt, wenn man davon Ende Dezember sprechen kann, findet in der Regel am letzten Wochenende ich Menerbes statt. Dort bekommt man alles, was man für den Trüffel braucht.

Ein Erlebnis für die Trüffelfans in Menerbes

Alles was der Trüffel kenner begehrt
Den ultimativen Trüffelhobel, mit Trüffelsporen besetzte Trüffeleichensetzlinge, den der Trüffel wächst ja nicht jedem Baum und auch nicht an jeder Eiche.

Mit Trüffelsporen bestückte Eichensetzlinge
Nur ob man die Erntezeit bei solchen kleinen Setzlingen noch erlebt ist fraglich. Es ist sicher eine Kapitalanlage für die übernächste Generation, wenn die Trüffelplantage, die man mit den Setzlingen angelegt hat, nicht von anderen leergeräumt wird.
Natürlich gibt es auch Trüffel in jeder nur erdenklichen Größe zu kaufen. Die Preis scheinen wohl abgesprochen und lagen im vergangenen Jahr bei ca. 600 € bis 700 € das Kilo.

Da liegen schwarze Diamanten auf der Waage
Man kann dann nur hoffen, dass man nicht so viel Erde und Würmer mit kauf. Dann ist der Preis natürlich noch höher.
In diesem Jahr werden die Preise evtl. etwas steigen, da der Sommer sehr heiß und trocken war, obwohl der Luberon doch 7 nasse Jahre erleben soll und man im vergangenen Jahr in der Hälfte davon war. Naja, die Wetterpropheten sind auch im Luberon nicht mehr das, was sie einmal waren.
Dazu gibt es auch noch Rührei mit Trüffel, so zur richtigen Einstimmung und das am frühen Morgen, bei etwa – 3 Grad mit einem Gläschen Rosé. So sind sie die Menschen im Luberon. Wahre Genießer. Auch wenn die Portion auch noch 20 € kostet!

Trüffel und vieles mehr
Man kann aber auch selbst, als nicht Trüffelsucher, gute Geschäfte machen. Man muss nur einen gescheit aussehenden Hund dabei haben, von dem der Trüffelsucher der Meinung ist, dass er ein guter Suchhund werden könnte. Dann hat man schnell ein Angebot auf der Hand. Wohl dem, der da widerstehen kann. Schade, dass Lucy auch keinen Nachwuchs mehr bekommen kann! Die Puppies wurden auch schon nachgefragt. Aber für Lucy hätte die Menge an Trüffel, die auf dem Tisch lagen nicht gereicht. So ein Aussie ist eben unbezahlbar.
An diesem Markttag trifft sich auch immer eine verschworene Gilde aus dem Dorf. In schwarze Roben und Hüte gehüllt huldigen sie dem Diamant Noir, welcher der Gilde auch seinen Namen gegeben hat, „Confrérie du Diamant Noir et de la Gastronomie Tuber“.

Die geheimen Trüffelkenner
Da sehen einige der Mitglieder ganz schön verwegen aus. Bei diesem Treffen werden dann auch Persönlichkeiten aus dem Dorf geehrt, die sich unter anderem um die vorzügliche Zubereitung des Trüffels verdient gemacht haben. 2014 wurde der Inhaber des „Restaurant Café Veranda“ geehrt. Ein absoluter Spitzenkoch mit einem tollen Lokal und einem tollen Ambiente. Das Trüffelmenü 2014 vor dem offenen Kamin, mit einem kleinen Plausch mit Urlaubern aus Chicago war ein unvergesslicher Moment.
Lucy, die im Restaurant entspannt vor dem Kamin lag, war wieder einmal der Türöffner für den Plausch.
Übrigens, wenn man eine Trüffelplantage findet, sollte man einem weiten Bogen darum machen. Ich denke, da wird auch der Trüffelbauer zu einem Jäger auf Trüffeldiebe. Der Diebstahl steht unter härtester Strafe.

Sperrgebiet für Trüffeldiebe
Wieder ein tolles Erlebnis in Meinem Luberon!
04 Samstag Apr 2015
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09 Sonntag Mär 2014
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Wanderung durch eine der vielen Gorges, Combes und Vallons im Luberon bedeutet immer, das abtauchen in die Abgeschiedenheit. Immer wieder glaubt man in eine andere Zeit versetzt zu werden. Irgendwo muss er doch wohnen, der „Homo Luberoniensis“! Nach der nächsten Biegung oder in der nächsten Höhle wird er schon auftauchen.
Schade! Ich habe nun schon einigen durchwandert, auch schon mehrmals, aber er ist noch nicht aufgetaucht. Ich bin nur immer wieder auf´s Neue überrascht, dass es immer noch solche fast unberührte Natur in Europa gibt. Auch wenn die Zivilisation immer in der Nähe ist.
Einige der Schluchten, die Unterschiede in den Bezeichnungen „Gorges, Combe und Vallon“ haben sich mir noch nicht so ganz erschlossen, sind relativ einfach zu durchwandern, oder man wandert am oberen Kamm der Schlucht entlang. Dann genießt man die tolle Aussicht nach unten. Einige der Schluchten erfordern aber auch etwas Mut zum klettern, Trittsicherheit und Ausdauer. Mann/Frau sollte auch einige Sicherheitsregeln beachten. Wenn Mann/Frau alleine gehen will/muss, sollte auf alle Fälle bei jemandem Nachricht hinterlassen, welche Tour man vor hat. In einigen Ecken der Schluchten ist es mit dem Mobilfunkempfang nicht sehr weit her. Bei Regen sind viele Schluchten nicht zu empfehlen. Es ist rutschig und einige Stellen können dann unpassierbar sein. Turnschuhe und andere Ausgehschuhe haben an den Füssen nichts verloren. Verpflegung und Getränke sind Pflicht. Je nach Jahreszeit gibt es in den nahegelegenen Orten keine Einkehrmöglichkeit. Stöcke können auch nicht schaden.
Kletterpassagen sind aber alle mit Stahlseilen, Leitern oder Stahltritten begehbar.
Alle Touren habe ich mit meiner Australian Shephard Hündin gemacht. Dabei empfiehlt es sich aber zu Zweit plus Hund unterwegs zu sein. Es gibt Passagen, da muss der Hund am Geschirr angeseilt nach oben oder nach unten gehoben oder abgelassen werden. Das ist alleine etwas schwierig. Der Hund muss sich beim hochheben oder herunterlassen auch ruhig verhalten und darf nicht unnötig zappeln. Meine Lucy ist da absolut Profi. Wenn sie dann oben oder unten angelangt ist, freut sie sich riesig. Dann gibt es aber auch ein Leckerlie extra als Belohnung.
Meine bisher durchwanderten Schluchten des Luberon:
Gorges de Sènancole
Gorges de Véroncle
Combe de Vaumale
Combe de Lioux
Combe de Sigallière
Gorge d´Oppedette
Vallon de Combres
Sicher habe ich noch nicht alle Schluchten durchwandert. Einige sind auch nicht erschlossen. Es gibt also immer wieder Neue zu entdecken.
Die o.g. Schluchten befinden sich alle im Parc Régional du Luberon. aber nur die Vallon des Combres bei Oppède le Vieux liegt direkt im Luberon.
Die anderen Reihen sich in den Montagne de Vaucluse ab Gordes über Joucas, Lioux, Viens, Opedette auf.
Über die o.g. Wanderung will ich nachfolgend berichten. Es waren immer tolle Erlebnisse,
27 Montag Jan 2014
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Geplant war eine Woche im Luberon! Toll sagte jeder, doch wann soll es losgehen? In der ersten Woche im Dezember! Oh je, was macht man denn in dieser Zeit in so einer Sommergegend?!
Urlaub, Entspannung, Erholung, nette Menschen und Freunde wiedertreffen oder kennenlernen.
Einfach, leben im Alltag der Ganzjahres Bewohner!
Eine Woche Goult und Umgebung, das ist Urlaub der ganz besonderen Art. Zu der Zeit herrscht Ruhe und Gelassenheit im Ort und der Umgebung. Die Ankunft fängt gut an. Wir treffen die ersten Freunde im Café de la Poste zu einem ersten Apero. Dort trifft sich „toute la monde de Goult“. Auch wir gehören in der nächsten Woche ein bißchen dazu. Jetzt hat man dort Zeit für ein Gespräch mit den Gästen. Man nimmt sich Zeit für einander.
Als Stützpunkt für die Woche ist das „Le Buisson“ gebucht. Hier genieße ich schon seit 12 Jahren die Tage im Luberon. Das Haus, ein Chambre d´Hotes, ist ein ganz besonderer Ort. Die Gastgeber Renate und Martin sind schon zu lieben Freunden geworden. Dort ankommen ist wie ankommen zu Hause. Man muss nur zur richtigen Zeit buchen. Im Sommer, immer ausgebucht! Wenn wundert es!
Die nächsten Tage sind gut gefüllt mit Erlebnissen der neuen und der alten Art. Es sollen ein Paar Wanderungen sein, ein bißchen Sightseeing und ein bißchen abhängen. Eine bunte Mischung.
Das Programm der Woche:
– Wanderung von Goult aus nach St. Panthaleon und wieder nach Goult
– Rundreise durch den stillen Luberon; Start in Lourmarin auf der Südseite des
Luberon
– Wanderung von Bonnieux aus auf die Claparedes und wieder nach Bonnieux
– Friseurbesuch in Goult und Mittagessen in der Mega City Lagarde de Apt und bei fast
geschlossener Schneedecke
– Wanderung von Gordes durch ein tolles Tal zur Abbaye de Senanque
– Ein Tag in Marseille bei heftigem Mistral und der wohl besten Boullabaise bei Michel
Über all das gibt es zu berichten in den nächsten Blogs.
Was wieder warten musste:
Der Mont Ventoux, Avignon, usw.
Gründe um wieder hinzufahren.
31 Dienstag Dez 2013
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29 Sonntag Dez 2013
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